Die Opfer der Agenda 2010

In Gedenken an die Opfer der Agenda 2010Den Wahlkampf­auftakt zur Europawahl 2014 der SPD auf Kampnagel in Hamburg (Motto „Europa anders denken”) haben wir von „Wir sind Boes Hamburg” zum Anlaß genommen, der Opfer der Agenda 2010 zu gedenken und ins Bewußtsein der Öffent­lichkeit zu rücken. Wir waren mit zehn Boesen vor Ort, verstärkt durch vier der Initia­toren und Mitstreiter aus Berlin und Potsdam In Gedenken an die Opfer der Agenda 2010 und einige weitere Mitstreiter aus Hamburg.

Die Aktion begann gegen 13.30 Uhr. Zu Beginn wurden stell­ver­tretend die Namen einiger Opfer verlesen und die Umstände, die zu ihrem Tod geführt haben. Anschließend wurden zum Geden­ken an die Opfer der Agenda 2010 Blu­men nieder­gelegt.

Zum Abschluss der SPD-Wahlveranstaltung tauchte noch die PARTEI (von Redak­teuren des Satire­ma­ga­zines Titanic gegründet) auf und entsorgte die SPD-Utensilien als Sondermüll. Gegen 16.30 Uhr endete unsere Veran­staltung.

Gerade die SPD, die maßgeblich die Agenda 2010 einge­führt und umgesetzt hat, spricht von „Europa anders denken”, während sie im Hinter­grund fleißig an der Agenda 2020 arbeitet. Auf diese Art von „anders Denken” können wir gerne verzichten.

Und ausge­rechnet Olaf Scholz, einer der Archi­tekten der Agenda 2010, Bürger­meister von Hamburg und bedau­er­li­cher­weise mit absoluter Mehrheit regierend, eröffnet diese Wahlkampf­ver­an­staltung.

Die Agenda 2010, ins­be­son­dere die Hartz-Gesetze, tref­fen nicht nur die ca. 10 Mil­lio­nen direkt Betrof­fe­nen. Durch den dadurch ent­stan­de­nen Druck auf die Arbeits­ver­hält­nisse und Löhne ent­fal­ten die Hartz-Gesetze ihre zer­stö­re­ri­sche Kraft auf die gesamte Gesell­schaft.

Arbeits­lose wer­den durch Andro­hung der Exis­tenz­ver­nich­tung in pre­käre Beschäf­ti­gun­gen oder sinn­lose Beschäf­ti­gungs­maß­nah­men gezwun­gen. Lohn­dum­ping und Nied­rig­löhne haben eine Spi­rale nach unten kon­kur­rie­ren­der Löhne in Gang gesetzt. Unsi­chere, befris­tete und schlecht bezahlte Arbeits­plätze brei­ten sich epi­de­misch aus und erset­zen nor­male Arbeits­plätze.

Die poli­tisch gewollte Aus­wei­tung des Nied­rig­lohn­sek­tors und die zuneh­mende Ver­ar­mung gro­ßer Bevöl­ke­rungs­teile wer­den mitt­ler­weile nach ganz Europa expor­tiert. Feder­füh­rend zwingt Deutsch­land Staa­ten wie Grie­chen­land, Por­tu­gal und Spa­nien zu Lohn­kür­zun­gen. Auch ande­ren Län­dern wird das Modell Hartz 4 emp­foh­len, Hartz 4 als Export­mo­dell für ganz Europa.

Wir wol­len die men­schen­ver­ach­ten­den Hartz-Gesetze (Gesetz für „moderne‟ Dienst­leis­tun­gen am Arbeits­markt) abschaf­fen. Wir for­dern ein Recht auf Grund­si­che­rung ohne Bedin­gun­gen.

Danach haben wir noch für die Berliner gekocht, anregende Diskus­sionen und Erfah­rungs­aus­tausch rundeten den Tag ab. Solche Erfah­rungen machen Lust auf mehr. Nach Mitter­nacht war dann auch der inoffi­zielle Teil des Tages beendet.

Die Würde des Menschen ist unantastbar Verstärkung aus Berlin und Potsdam In Gedenken an die Opfer der Agenda 2010 In Gedenken an die Opfer der Agenda 2010 Verlesen der Namen der Opfer und die Umstände ihres Todes In Gedenken an die Opfer der Agenda 2010 In Gedenken an die Opfer der Agenda 2010 In Gedenken an die Opfer der Agenda 2010 In Gedenken an die Opfer der Agenda 2010 In Gedenken an die Opfer der Agenda 2010 In Gedenken an die Opfer der Agenda 2010 In Gedenken an die Opfer der Agenda 2010 In Gedenken an die Opfer der Agenda 2010 In Gedenken an die Opfer der Agenda 2010 In Gedenken an die Opfer der Agenda 2010 In Gedenken an die Opfer der Agenda 2010

Filme

Die Opfer der Agenda 2010 – KreuzZug der Hartz-IV-Empfänger
Film – 45 min

Die PARTEI Hamburg entsorgt SPD-Utensilien als Sondermüll
Film – 4 min.

Anregung

Anleitung zum Herstellen von Opfer-Kreuzen für alle, die auch aktiv werden wollen
Film – 11 min

Flug­blät­ter – In Geden­ken an die Opfer der Agenda 2010
zum Ausdrucken als pdf

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Kreuz­aktion von Wir sind Boes. Hamburg.