Sozialkarte für Hamburg

Die Sozialka­rte für Ham­burg bietet zur Zeit eine Vergün­s­ti­gung beim HVV um 19,- €. Das ist ein Anfang.

Anspruch auf eine Sozialkarte haben nur Menschen, die

  • Leis­tun­gen nach dem Sozialge­set­zbuch II ( Arbeit­slosen­geld II oder Sozial­geld),
  • Sozial­hil­fe nach dem 3. Kapi­tel des Sozialge­set­zbuch­es XII,
  • Grund­sicherung im Alter und bei Erwerb­s­min­derung nach dem 4. Kapi­tel des Sozialge­set­zbuch­es XII oder
  • Leis­tun­gen nach dem Asyl­be­wer­ber­leis­tungs­ge­setz erhal­ten oder
  • zu ein­er Bedarf­s­ge­mein­schaft gehören, die eine der genan­nten Sozialleis­tun­gen erhält

Sozialkarte für alle Armen

Es reicht nicht, arm zu sein, um die Sozialka­rte zu bekom­men. Das wollen wir ändern. Wir fordern die Sozialka­rte für alle Men­schen, deren ver­füg­bares Einkom­men unter dem Pfän­dungs­frei­be­trag liegt (Exis­tenzmin­i­mum, derzeit für eine Per­son 1049,99 € net­to).

Soziokulturelles Existenzminimum

Die Sozialka­rte sollte jedoch etwas mehr bieten, um ihrem Namen gerecht zu wer­den. Sie sollte ein soziokul­turelles Exis­tenzmin­i­mum gewährleis­ten. Spätestens an dieser Stelle wird auch klar, daß der Min­dest­lohn von 8,50 € bei ein­er 38-Std. Woche mit 1043,- € net­to nicht ein­mal das Exis­tenzmin­i­mum erre­icht.

Durch das Lohn­ab­stands­ge­bot wird dann das Exis­tenzmin­i­mum für Bezieher von Sozialleis­tun­gen nochmals herun­terg­erech­net. Es wer­den teil­weise erhe­bliche Abschläge vorgenom­men, um einen Abstand zum Niedriglohn zu schaf­fen.

Das Exis­tenzmin­i­mum, daß das Min­i­mum darstellt, um physisch zu über­leben, wird somit deut­lich unter­schrit­ten. Richtig wäre es, den Min­dest­lohn so anzuset­zen, daß das soziokul­turelle Exis­tenzmin­i­mum durch das Lohn­ab­stands­ge­bot deut­lich über­schrit­ten wird.

Bürgerschaftswahl in Hamburg

Am 15.02.2015 sind Bürg­er­schaftswahlen. Zeit, Forderun­gen zu for­mulieren und uns einzubrin­gen. Hier kön­nen die Parteien zeigen, ob sie die selb­st her­vorgerufene Ver­ar­mung großer Teile der Bevölkerung mit­tler­weile erken­nen und einen Anfang wagen, um dieses zu ändern. Unter anderem daran soll­ten wir sie messen.

Unsere Forderung nach Vergünstigungen durch die Sozialkarte

(die Sozialka­rte selb­st sollte selb­stver­ständlich weit­er­hin kosten­los aus­gegeben wer­den)

Öffentlicher Nahverkehr

Wir fordern eine Gle­ich­stel­lung ana­log zum HVV-Semes­tertick­et. Stu­den­ten zahlen pro Semes­ter 160,50 € für ein HVV Gesamt­net­ztick­et. Das sind pro Monat 26,75 €.
Preise HVV-Karte für Arbeit­nehmer mit Profi­Card GKA plus (Arbeit­ge­berzuschuss 19,- €) und Sozialka­rten­in­hab­er.
  Profi­Card GKA plus Sozialka­rte
Gesamt­netz 84,20 26,75
Großbere­ich 45,00 13,40

ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice (GEZ)

  Nor­mal­preis Sozialka­rte
Gebühren 17,98 Kosten­los

Kultur

3‑Eu­ro-Kul­turtick­et für The­ater, Phil­har­monie, Opern­häuser, Konz­erte, Kirchen (an der Abend­kasse kurz vor Vorstel­lungs­be­ginn, falls noch Plätze ver­füg­bar sind)

Bildung

Nor­mal­preis Sozialka­rte
Bücher­hallen jährlich 45,00 Kosten­los
Volk­shochschulen 1 Kurs 25,00/50,00 Kosten­los
Gasthör­er Uni-HH Gebühr 102,00 Kosten­los
Musikschulen div. 50 % Ermäßi­gung
Plan­e­tar­i­um div. 50 % Ermäßi­gung

Museen

Staatliche Museen div. Freier Ein­tritt
son­st. Museen div. 50 % Ermäßi­gung

Sport

Sportvere­ine div. 50 % Ermäßigung/ kosten­los
Bäder­land Ham­burg Ein­tritt 5,70 — 9,20 50 % Ermäßi­gung
Kun­steis­bah­nen Ein­tritt 3,50 für 2 Std. 50 % Ermäßi­gung

Freizeit

Hagen­becks Tier­park Ein­tritt 20,00 50 % Ermäßi­gung
Aquar­i­um Ein­tritt 14,00 50 % Ermäßi­gung
Botanis­ch­er Garten/ Muse­um Freier Ein­tritt Freier Ein­tritt
Alster­touris­tik div. 50 % Ermäßi­gung
Hafen­fähren div. 50 % Ermäßi­gung

Ämter

Gebühren div. Kosten­los

Staatliche Institutionen

Staatliche Insti­tu­tio­nen (z.B. Museen), Bil­dung (Volk­shochschulen, Gasthör­er Uni-HH) oder Bücher­hallen (Gemein­nützige Stiftung pri­vat­en Rechts), die eine gesellschaftliche Auf­gabe wahrnehmen, soll­ten für Men­schen mit Sozialka­rte immer kosten­los oder deut­lich vergün­stigt sein.

Auch dann, wenn diese ver­meintlich pri­vatisiert sind, sich aber noch ganz oder teil­weise in staatlich­er Hand befind­en. Selb­stver­ständlich soll­ten Insti­tu­tio­nen, die öffentliche Auf­gaben wahrnehmen, bald­möglichst wieder in die öffentliche Hand über­führt wer­den.

ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice (GEZ)

Die öffentlich-rechtlichen Medi­en (Öffentlich-rechtlich­er Rund­funk) gehören zur Grund­ver­sorgung der Bevölkerung und soll­ten für jed­er­mann kosten­los zur Ver­fü­gung ste­hen.