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Griechenland — Ein Jahr nach dem όχι

Vortrag von Winfried Wolf

(Hrsg. von Luna­park und Fak­tencheck Hel­las)
Dien­stag 5.Juli 19 Uhr
Rudolf Stein­er Haus, Mit­tel­weg 11–12

Nach fünf Jahren Lei­den unter den Mem­o­ran­den der Gläu­biger sagten im Som­mer 2015
62 Prozent der griechis­chen Bevölkerung “Oxi-Nein” zur Erpres­sung durch EU, EZB und IWF.

Doch die Troi­ka herrscht weit­er­hin. Das Pro­gramm

  • der Kürzun­gen im öffentlichen Bere­ich,
  • der Rentenkürzun­gen,
  • der Mehrw­ert­s­teuer­erhöhun­gen,
  • des Ausverkaufs der öffentlichen Güter

wird fort­ge­set­zt.

Griechenland — Ein Jahr nach dem όχι

Wie ist die Lage der Bevölkerung in Gre­ichen­land ein Jahr nach dem Oxi ?
Gibt es Wider­stand gegen die Poli­tik der Troi­ka ? Gibt es poli­tis­che Alter­na­tiv­en?
Was heißt Sol­i­dar­ität mit der griechis­chen Bevölkerung heute ?
Die aktuellen Her­aus­forderun­gen in Griechen­land und in Europa?

Auf diese Fra­gen wird Win­fried Wolf antworten und mit uns disku­tieren.
Ver­anstal­ter: Ham­burg­er Sol­i­dar­itäts­gruppe Griechen­land

όχι — Nein zur Kürzungs- und Verarmutspolitik

Solidarität mit der griechischen Bevölkerung

im Rah­men von Protesten und Demos weltweit soll es heute, am Mittwoch, den 15. Juli 2015 auch in Ham­burg eine spon­tane Demo geben. Das Mot­to:

όχι — Nein zur Kürzungs- und Verarmungspolitik!

Wir unter­stützen den weltweit­en Aufruf zur Sol­i­dar­ität mit dem Kampf der griechis­chen Bevölkerung.

Treffpunkt: Mittwoch, den 15. Juli 2015 um 18.00 Uhr am Hachmannplatz

Gegen 18.30 Uhr soll es von dort über die Möncke­bergstraße zum Jungfern­stieg gehen. Dort wird ab ca. 19.00 Uhr am Flaggen­platz eine Kundge­bung stat­tfind­en. Wer es irgend­wie ein­richt­en kann, ist sehr willkom­men – gern mit eige­nen Schildern oder Plakat­en!

Dies ist das Ergeb­nis der ham­burg­weit­en Griechen­land Soli Gruppe von Dien­stag. Die Gruppe trifft sich zukün­ftig regelmäßig Dien­stags um 19.00 Uhr in der ehe­ma­li­gen HWP.

όχι — Nein — Solidarität mit Griechenland

όχι

 

Referendum in Griechenland gegen die Austeritätspolitik in Europa

Stand: 01:51 Uhr MEZ (Endergeb­nis) — Griechis­ches Innen­min­is­teri­um

 ναί (Ja) — 38,69 %
όχι (Nein) — 61,31 %

Kommentar

Die griechis­che Bevölkerung hat sich mit ein­er deut­lichen Mehrheit gegen die Aus­ter­ität­spoli­tik in Europa, die fed­er­führend von Deutsch­land betrieben wird, aus­ge­sprochen. In keinem Wahlbezirk gab es eine Mehrheit der Befür­worter.

Ein großer und denkwürdi­ger Tag für Europa. Danke an alle Griechen, die ihre demokratis­chen Rechte vertei­digt und ein deut­lich­es Sig­nal geset­zt haben. Eine Abstim­mung für ein demokratis­ches und soziales Europa, in dem der Men­sch im Mit­telpunkt ste­ht.

Für mich auch ein deut­lich­es Sig­nal an Brüs­sel und Berlin gegen ein feu­dales, neolib­erales Europa des Geldes und der Konz­erne. Gegen ein Europa, das Krieg als Mit­tel der Poli­tik zur Durch­set­zung eigen­er Inter­essen sieht. Gegen ein Europa, das Konz­er­nen eine eigene Recht­sprechung ver­schaf­fen will, eine pri­vate Gerichts­barkeit, die über der Demokratie und Sou­veränität des Staates ste­ht, deren “Urteile” sich der Staat unter­w­er­fen soll.

Gegen ein Europa, das z.B. die Daseinsvor­sorge (Wass­er, öffentlich­er Nahverkehr u.s.w.), die dem Gemein­wohl verp­fichtet sind, zur Prof­it­max­imierung pri­vatisieren will, mit Geheimverträ­gen unter Auss­chluß der Öffentlichkeit und unumkehrbar (TTIP, CETA, TISA).

Die Liste ließe sich beliebig fort­set­zen. Griechen­land ist nicht das Prob­lem, son­dern ein guter Anfang. Die Prob­leme sitzen u.a. in Berlin und Brüs­sel.

– kd –

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